EU fliegt Hilfsgüter in den Kongo für den Kampf gegen Covid-19

Die EU hat mit einem weiteren Flug Hilfsgüter für den Kampf gegen das Coronavirus in den Kongo gebracht. Am Montag (8. Juni) landete der Flieger in der Hauptstadt Kinshasa unter anderem mit medizinischer Ausrüstung an Bord. Der für das Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarčič sowie der belgische Außenminister Philippe Goffin und französische Außenminister Jean-Yves Le Drian begleiteten den Hilfsflug. Sie sollten noch am Montag Kongos Präsident Félix Tshisekedi treffen.

Kongos Außenministerin Marie Tumba Nzeza begrüßte die Hilfe. Es sei eine Erinnerung daran, dass die Probleme des Kongos auch den Rest der Welt betreffen. Insgesamt werden nach Angaben von Lenarčič drei Flieger rund 40 Tonnen Hilfsgüter in den Kongo bringen, darunter Masken, Handschuhe, andere medizinische Ausrüstung, Wasseraufbereiter und Unterstützung für die Ernährung.

In dem zentralafrikanische Riesenreich wurden bislang mindestens 4106 Fälle von Covid-19 verzeichnet. Doch das Land hat mit etlichen weiteren Problemen zu kämpfen: Im instabilen, von Milizen umkämpften Osten herrscht seit fast zwei Jahren eine gefährliche Ebola-Epidemie. Zudem verkündete die Regierung vergangene Woche einen weiteren neuen Ebola-Ausbruch im Westen.

Hilfsgüter-Transport zur Bekämpfung des Coronavirus

Die EU hatte Anfang Mai eine Luftbrücke eingerichtet, um Helfer und Hilfsgüter zur Bekämpfung des Coronavirus in Entwicklungsländer zu transportieren. Die ersten vier Flüge gingen in die Zentralafrikanische Republik und nach São Tomé e Príncipe, einem Inselstaat vor der Küste Westafrikas.


Entwicklung der Fallzahlen nach Überschreitung von 100 Fällen pro Land, Querformat 135 x 105 mm, Grafik/Redaktion: dpa.