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Europäische Bürgerinitiative für Bienen und Bauern gestartet

München - Was in Bayern geklappt hat, soll nun auch in der Europäischen Union funktionieren: Anfang der Woche hat in München die Unterschriftensammlung für ein EU-weites Volksbegehren zum Artenschutz begonnen. Bis September 2020 habe das Bündnis aus Politik und Umweltverbänden nun Zeit, eine Million Unterschriften zu sammeln, teilten die Initiatoren mit.

Unter dem Titel «Bienen und Bauern retten» wollen die Organisatoren erreichen, dass ihr Anliegen im Europaparlament gehört wird und die Öffentlichkeit davon erfährt. Doch anders als in Bayern kann das Volk auf EU-Ebene nicht in die Gesetzgebung eingreifen. Davon wollen sich die Initiatoren jedoch nicht entmutigen lassen, wie sie betonten.

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Auf Wiesen und in Wäldern in Deutschland sind deutlich weniger Insekten unterwegs als noch vor einem Jahrzehnt.

Nach dem großen Erfolg der bayerischen Initiative sei es der logische Schritt, das Anliegen nun auf die europäische Ebene zu heben, sagten die Erstunterzeichner. Mehr als 90 Organisationen in 17 EU-Staaten hätten sich bisher beteiligt. Die Forderungen beinhalten unter anderem, bis 2030 den Gebrauch von Pestiziden in der EU um 80 Prozent zu senken und bis 2035 ganz einzustellen.

Das Volksbegehren Artenvielfalt - auch bekannt unter dem Titel «Rettet die Bienen» - hatte im Januar im Freistaat eine nie da gewesene Rekordbeteiligung erreicht. Am Ende forderten 18,3 Prozent der Wahlberechtigten - fast 1,75 Millionen Menschen - mit ihren Unterschriften einen stärkeren Natur- und Artenschutz in Bayern.